Im Rahmen unseres WPU-Kurses haben wir am 26.03.2026 gemeinsam mit Lukas Duraj von der „Lugredu-Stiftung“ einen Hochstamm-Apfelbaum gepflanzt und dabei viel über diese besondere Baumformen gelernt. Hochstamm-Apfelbäume sind typisch für Streuobstwiesen und können sehr groß werden. Um Früchte zu ernten braucht man allerdings Geduld: erste Früchte trägt so ein Baum oft erst nach etwa zehn Jahren. Dafür kann er aber bis zu 100 Jahre alt werden.
Damit sich der Baum gut entwickelt, ist die richtige Pflege entscheidend. Er muss regelmäßig gegossen und geschnitten werden. Wichtig ist vor allem, dass sich die Krone nach oben hin ausbreitet. Dafür lässt man nur drei bis maximal vier starke Hauptäste stehen. Äste, die waagerecht wachsen, sind ungünstig, da sie nicht optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Außerdem sollte der Baum nach oben hin kräftiger wachsen.
Bei der Pflanzung sind wir Schritt für Schritt vorgegangen. Zuerst haben wir ein Loch ausgehoben und die Wurzeln des Baumes vorbereitet, indem wir kleinere oder beschädigte Teile zurückgeschnitten haben, um das spätere Wurzelwachstum anzuregen. Anschließend wurde der Baum in die Erde gesetzt und ein stabiler Holzpfahl als Stütze daneben eingeschlagen. Danach wurde das Loch wieder mit Erde gefüllt und darauf geachtet, dass keine Hohlräume in der Erde bleiben. Zum Abschluss wurde der Baum am Pfahl festgebunden und mit einem Verbissschutz versehen, damit Tiere ihn nicht beschädigen. Selbstverständlich haben wir den Baum noch gut gegossen, damit die jungen Wurzeln gut an der neuen Stelle austreiben können. Auch die Äste wurden leicht zurückgeschnitten, wobei darauf geachtet wurde, dass die Knospen nach außen zeigen. So soll sich später eine gesunde Krone mit vielen Früchten entwickeln.
Durch diese Aktion konnten wir nicht nur praktisch arbeiten, sondern auch lernen, wie wichtig sorgfältige Pflanzung und Pflege für das Wachstum eines Baumes sind. In Zukunft werden folgende BNE-Kurse und Umwelt AGs den Baum beim Wachsen begleiten und dafür sorgen, dass er auch in trockenen Phasen des Jahres ausreichend gewässert wird.
von: Jule Michel (10b)
